Biegsame Displays

Auf der Elektronikmesse CES stellte Samsung ein neuartiges Display vor, das auf OLED-Technik basiert und völlig flexibel ist. Die neue Technologie trägt den Namen YOUM und wurde bereits mit einigen Prototypen vorgestellt. Serienreife hat die revolutionäre Technik jedoch noch nicht erreicht.

Biegsames Display

Bald Realität: Biegsame Displays

Samsung erweist sich damit einmal mehr als Innovationsgigant und bietet damit der mobilen Technologie einen weiteren, gehörigen Schub nach vorn.

Die Technik im Detail

Als erster stellte Eric Rudder (Chief Technical Strategy Officer, Microsoft) einen Prototyp mit den biegbaren Display vor. Dabei beschrieb er einige interessante Details. So basiert das Display auf modernster Samsung OLED-Technik, welche es ermöglicht Bildschirme zu bauen, die kein Hintergrundlicht mehr benötigen und von selbst leuchten. Die OLED-Display Schicht wird, anstatt unter Glas, unter einer Plastikschicht eingefasst sein und kann daher in alle Richtungen gebogen und verformt werden. Der Bildschirm wäre damit nach Aussagen von Samsung “nahezu unzerbrechlich”, da auf Glas als Trägermedium für das Display verzichtet würde. Die weitere Präsentation übernahm schliesslich Brian Berkeley (Chef der Displayforschung bei Samsung).

Zur Auflösung gab es jedoch bisher nur sehr allgemein gehaltene Angaben und wurde als “hochauflösend” spezifiziert. Es wird also davon ausgegangen, dass das Display 720p HD oder besser unterstützt.

Als Rudder die verschiedenen Display Prototypen zeigte, wurde anschliessend auch ein Smartphone Prototyp gezeigt, der ein gebogenen Bildschirm aufwies. Das Konzept hinter diesem Design ist die Möglichkeit Informationen ablesen zu können, selbst wenn das Smartphone nur teilweise offen liegt. Um das Display zu schützen, schlug Samsung auf Anfrage angepasste Hüllen vor.

Anwendungsgebiete

Neben den Bildschirmprototypen und dem gezeigten Smartphone, die beide die Anwendungsmöglichkeiten bereits erahnen liessen, wurden im weiteren Verlauf noch zwei Geräte mit dieser Technik gezeigt, die stark faltbar und sogar ausrollbar waren.

Die Vorteile für die Anwendung liegen klar auf der Hand. Zum einen braucht die OLED-Technik allein kaum Strom, da die Notwendigkeit der Hintergrundbeleuchtung entfällt. Das Gesamtkonzept der Technik erschliesst den Mobilfunkunternehmen und Entwicklern mobiler Geräte Möglichkeiten Tablets und Smartphones herzustellen, die eher ausgefallenere Formen besitzen, widerstandsfähiger, da flexibler sind, sowie ein grösseres Display aufweisen. Letzteres liegt darin begründet, dass kein Rahmen mehr nötig ist, besonders nützlich für Kurzinfos, Statusnachrichten und dergleichen.

Letztlich stellte Samsung damit die Möglichkeiten der neuen, beeindruckenden Technik an einigen Prototypen vor, serienreife Anwendung liegt aber noch in weiter Ferne. Wie in ein bis zwei Jahren am Ende tatsächlich verwendbare Geräte aussehen, kann nur schlecht abgeschätzt werden, da es an den Herstellern liegt das neue Display bestmöglich einzusetzen, sei es in punkto Design, Nutzbarkeit oder, um die Akkulaufzeit zu erhöhen.