Die 5 größten Erste-Hilfe-Irrtümer

Jeder von uns kann in die Situation kommen, Ersthelfer bei einem Unfall zu sein – doch was ist dann richtig und was ist falsch? Wir wollen mit den fünf größten Irrtümern bezüglich Erster Hilfe aufräumen.

Manche Szenen aus dem Erste-Hilfe-Kurs sind uns noch mehr oder weniger vage in Erinnerung

Manche Szenen aus dem Erste-Hilfe-Kurs sind uns noch mehr oder weniger vage in Erinnerung

Zurückhaltung
Bei den meisten Menschen liegt der Erste-Hilfe-Kurs lange zurück, wenn sie tatsächlich einmal in die Situation kommen, helfen zu müssen. Das führt nicht selten zu Verunsicherung und Zurückhaltung – man hat Angst, etwas Falsches zu tun. Diese Zurückhaltung ist aber meist ungerechtfertigt. Jeder wird zumindest die stabile Seitenlage bei einiger Überlegung hinbekommen. Außerdem sollten Sie bedenken, dass “Nichtstun” im schlimmsten Fall als unterlassene Hilfeleistung gelten kann. Wenn Sie unsicher sind, erkundigen Sie sich in der Notrufzentrale, was Sie bis zum Eintreffen des Krankenwagens tun können.

Verletzte nicht bewegen
Dies gilt nur bedingt. Gerade bei Unfällen in Gefahrenzonen (beispielsweise Straßen) sollten verletzte Personen so schnell und schonend wie möglich aus dem Gefahrenbereich gebracht werden.

Den Helm niemals absetzen
Falsch! Wenn ein Verletzter mit Helm auf dem Boden liegt, ist die Gefahr gegeben, dass der Verletzte sich erbricht und daran erstickt. Das Vorurteil besagt: Wenn der Helm abgenommen wird, können die Halswirbel geschädigt werden und eine Querschnittslähmung entstehen. Das ist grundsätzlich auch richtig und deswegen ist bei der Entfernung des Helms große Vorsicht geboten. Idealerweise sollte der Helm von zwei Personen abgenommen werden. Die erste Person zieht den Helm vorsichtig vom Kopf, während die zweite Person den Nacken so gut wie möglich stützt.

Erbrechen hilft gegen Gift
Die Grundüberlegung ist sicherlich richtig: Hat man Gift geschluckt und erbricht sich, so wird das Gift wieder aus dem Körper geschleust.
Das Problem: Vor allem ätzende Säuren würden der Speiseröhre dann ein zweites Mal zusetzen. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Giftstoffe in die Atemwege gelangen – dies kann den Erstickungstod zur Folge haben. Sicherer ist es, das Gift zu verdünnen, indem man reichlich Flüssigkeit zu sich nimmt.

Hausmittel gegen Verbrennungen
Es kursieren viele Gerüchte über Sachen, die gegen Verbrennungen helfen – von Butter bis hin zu Eis. Die richtige Lösung ist simpel: Wasser in Zimmertemperatur.