Eine Tasche für jede Lebenslage

Sie ist eine Institution, nicht weg zu denken aus den weiblichen Attributen. Selbst Männer beginnen sie wieder zu tragen: die Handtasche. Sie zu definieren, ein Model zu finden, scheint ein Ding der Unmöglichkeit, da sie in so vielen Varianten, Formen, Farben und Materialien vorkommt. Doch eines ist unbestreitbar: ihre Rolle als Tresor der weiblichen Seele.

Die richtige Handtasche

Die richtige Handtasche

Unabhängig von ihrer Grösse, beinhaltet die Handtasche der Frau neben überlebenswichtigen Utensilien oft die privatesten Gegenstände, Einblicke in das Verständnis ihrer Persönlichkeit. Oft scheinen es nur wahllose Dinge wie Handy, Brieftasche oder Lippenstift zu sein. Doch ist die Kombination der Dinge wie ein Gemälde, ein Gesamtwerk des Charakters, eine Reflexion der Person, die sie zusammengestellt hat. Darum ist es so wichtig, immer die passende Handtasche dabei zu haben. Eine Handtasche, die jeder Lebenslage entspricht.

Wo findet man jedoch die eine Handtasche für den einen Moment? Wie mit Kleidung auch, möchte man schliesslich etwas mit ihr ausdrücken in dem Moment, in dem man sie trägt. Nun wer beim Handtaschenkauf ein bestimmtes Gefühl in sich trägt, schafft es, oft dieses Gefühl mit ihr zu assoziieren und es so festzuhalten. Wer an den goldenen Lettern der grossen Designer auf den prunkvollen, weissen Fassaden der Champs-Élysées entlang flaniert und dies an einem sonnigen Sommertag tut, der findet sicher das Prunkstück für ganz grosse Auftritte. Wer sich im nächtlichen Treiben zwischen Marble Arch und Tottenham Court Road an aufleuchtenden, grauen Fassaden des Empires einreiht, findet mit grosser Wahrscheinlichkeit den Diamanten für die nächste Party. In Berlins alternativen Ruinen, die nun Atelier für Jungdesigner sind, ist die loyale Begleiterin für den Alltag nicht weit entfernt. Die Handtaschen, die einem am meisten bedeuten, liegen immer öfter auf dem Weg der Reise. Sie sind nicht für einen bestimmten Zweck, sondern aus einem bestimmten Gefühl ins Leben und somit in den Kleiderschrank gekommen.

Selbstverständlich kommt man ohne Vorstellung nicht weit, selbst wenn man inmitten Manhattans ausgesetzt wird. Jede Frau weiss, in welchen Farben, Materialien und Formen sie sich wann und wo wohlfühlt. Dieses Wissen kann oft als erster Anhaltspunkt auf dem Weg zur neuen Tasche dienen. Doch in einer globalisierten Welt, in der eine Jungdesignerin aus Shanghai den neusten Trend in Los Angeles setzten kann, gibt es keine bessere Quelle als die unerschöpflichen Quellen der Medien. Dabei muss man oft nicht viel weiter als auf twitter, facebook oder ähnliches gehen. Die Stars und Designer sind auf sozialen Plattformen mittlerweile so vertreten, dass es nur weniger Klicks beansprucht, um die neusten Trends und Kreationen zu betrachten. Selbst die grossen Institutionen wie Vogue, Cosmopolitan oder Elle verzaubern und inspirieren längst nicht mehr aus kalten Glastürmen, sondern direkt aus dem Schaffen des Menschen heraus. Neben starker Internetpräsenz finden sie den Weg zu ihren Lesern mittlerweile mobil und persönlich. Doch wer sich nicht mit Internetrecherche abquälen, sondern lieber direkt am Trend dran seien möchte, sollte je nach Saison die Laufstege und Events im Auge behalten. Auch die sind nämlich längst nicht mehr verschlossen hinter bewachten Türen, sondern heissen jeden willkommen, der in der Modewelt seinen Beitrag leisten kann.