Energieeffizient wohnen: Was Sie beim Umzug in eine neue Unterkunft beachten sollten

Wer in eine neue Wohnung umzieht, möchte sich möglichst verbessern: Die neue Wohnung soll also den individuellen Bedürfnissen entsprechen und wenn möglich, ein angenehmeres Wohngefühl bieten.

Energieausweis

Ein Energieausweis zeigt Ihnen wie energieeffizient sie wohnen

Letzteres bezieht sich auf die Wohnlage, auf die Umgebung, den Mietpreis, die Grösse der Räume, die Heizung oder die Kosten für das Eigenheim und vieles mehr. Aber auch energieeffizientes Wohnen spielt hier eine Rolle, gerade heutzutage, wo die globale Erderwärmung, steigende Energiepreise oder Umweltverschmutzung Themen sind, die immer wieder in den Schlagzeilen auftauchen. Was die Miethöhe betrifft, sollten Mieter immer ein Auge auf die Kosten für Heizung und Warmwasser werfen, denn diese machen einen Grossteil der Warmmiete aus.

Energieeffiziente Wohnen – Energieausweis

Geht es um die Energieeffizienz der neuen Wohnung, sind potenzielle Mieter oder Käufer eines Eigenheimes immer gut beraten, sich vom zukünftigen Vermieter oder vom Verkäufer einen Energieausweis zeigen zu lassen. Wer sich als neues Zuhause ein Mehrfamilienhaus zur Miete aussucht, der kann sich jederzeit den Energieausweis vom Vermieter zeigen lassen. Denn der Vermieter eines Mehrfamilienhauses muss laut Gesetz neuen Mietern den Energieausweis vorlegen.

Energieausweis – für Laien nicht immer verständlich

Der Energieausweise gibt darüber Auskunft, ob es sich bei dem Haus um ein Energiesparhaus oder ein Haus handelt, das zu viel Energie verbraucht. Allerdings ist der Energieausweis für den Laien nicht leicht zu lesen. Denn hier gilt es, zwischen dem sogenannten Bedarfs- und Verbrauchsausweis zu unterscheiden.

Bedarfsausweis

Der Bedarfsausweis gibt an, wie hoch der Energiebedarf eines Gebäudes aufgrund seiner Bauweise sein soll. Ein Energiesparhaus zeichnet sich hier durch gute Energieverbrauchswerte aus, während Altbauten oder unsanierte Gebäude Werte im roten Bereich aufweisen.

Verbrauchsauweis

Der Verbrauchsausweis hingegen zeigt den tatsächlichen Energieverbrauch eines Gebäudes, wobei der gemessene Verbrauch aller Wohnparteien in den letzten drei Jahren zur Berechnung dient.

Probleme beim Verbrauchsausweis

Da Hausbewohner in der Regel unterschiedlich heizen, kann der Verbrauchswert durch verschwenderisches oder sparsames Heizverhalten der Bewohner stark verfälscht werden, was insbesondere für kleinere Wohnhäuser gilt. Bei Häusern mit vielen Bewohnern geht der Gesetzgeber hingegen davon aus, dass sich das Heizverhalten der Bewohner ausgleicht. Das bedeutet, je mehr Bewohner, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich die Anzahl der Energieverschwender an die Anzahl der Energiesparer angleicht und sich auf diese Weise ein realistischer Durchschnittswert ergibt. Grundsätzlich gilt bezüglich des Verbrauchsausweises, dass er bei älteren Mehrfamilienhäusern nicht zulässig ist, wenn weniger als fünf Wohneinheiten vorhanden sind. Bei neueren Häusern ab Baujahr 1978 ist der Verbrauchsausweis auch für Häuser mit weniger als fünf Wohneinheiten zulässig.

Vergleich Bedarfsausweis und Verbrauchsausweis

Beim Verbrauchsausweis spielt das individuelle Nutzerverhalten eine wesentliche Rolle, weswegen er wenig Aussagekraft besitzt. Das ist beim Bedarfsausweis anders, denn hier liegen die Gebäudeeigenschaften der Berechnung zugrunde.