Geringeres Hautkrebs-Risiko durch die Einnahme von Aspirin?

Jeder fünfte Deutsche erkrankt in seinem Leben an Hautkrebs. Die empfohlenen Massnahmen zur Krebsvorsorge kennt wohl jeder: Vermeiden von UV-Strahlung, Benutzen von Sonnencreme und der Verzicht auf allzu häufige Solariumbesuche. Aber auch aus unerwarteter Richtung scheint jetzt Hilfe zu kommen, denn das Schmerzmittel Aspirin soll laut einer neuen Studie ebenfalls das Hautkrebsrisiko senken.

Hautkrebs-Risiko

Senkt Aspirin das Hautkrebsrisiko?

Aspirin als Mittel zur Krebsvorsorge?

Bislang kam Aspirin den meisten Menschen nur dann in den Sinn, wenn wieder einmal quälende Kopfschmerzen zu bekämpfen waren oder eine schwere Erkältung die Freizeitgestaltung zunichtemachte. Dabei scheint das beliebteste Schmerzmittel der Deutschen noch ganz andere Vorteile zu haben. Forscher der Stanford University in Kalifornien haben jetzt herausgefunden, dass die Aspirin das Risiko senkt, am besonders gefährlichen schwarzen Hautkrebs zu erkranken. Verantwortlich für die krebshemmende Wirkung ist der Wirkstoff Acetylsalicylsäure, der sich offenbar günstig auf die Bildung von Melanomen auswirkt. Die Studie der Stanford University wurde über einen Zeitraum von zwölf Jahren an 60.000 Frauen zwischen 50 und 79 Jahren durchgeführt, bei denen das Risiko, an schwarzem Hautkrebs zu erkranken, bei einer regelmässigen Einnahme von Aspirin um rund 21% sank. Bei Frauen, die über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren Aspirin einnahmen, betrug die Minderung des Hautkrebsrisikos sogar 30%.

Vorsicht bei dauerhafter Einnahme

Wem die neue Studie jetzt Hoffnung macht, er könne sein Hautkrebsrisiko auch mit anderen Schmerzmitteln wie Paracetamol senken, wird leider enttäuscht: Die krebshemmende Wirkung konnte bislang lediglich bei Aspirin nachgewiesen werden. Zudem warnen die Forscher davor, Aspirin ohne ärztliche Aufsicht dauerhaft einzunehmen, da das Schmerzmittel unterschiedliche Nebenwirkungen auslösen kann. Der Zusammenhang zwischen Aspirin und Hautkrebs soll jetzt weiter erforscht werden, um festzustellen, in welcher Form sich der Wirkstoff für die Hautkrebsvorsorge nutzen lässt. Eines aber steht für Fachleute schon jetzt fest: Eine gesunde Lebensweise und sinnvolle Schutzmassnahmen gegen UV-Strahlung kann auch das gute alte Aspirin nicht ersetzen.