Gesunder Narzissmus vs narzisstische Persönlichkeitsstörung

Selbstbewusst oder schon egoman? Jeder Mensch möchte gesehen werden, möchte, dass andere ihn wahrnehmen, ihn vielleicht auch bewundern oder beneiden. Dies ist normal, da sich Menschen gerne voneinander abheben. Dennoch gibt es hier einige Abstufungen im Verhalten, die sogar bis zu echten Persönlichkeitsstörungen reichen können.

Narzissmus

Narzissmus is tnicht nur negativ, kann aber schnell zum Problem werden

Eitle Menschen sind nicht unbedingt immer beliebt, aber sie finden durchaus ihre Bewunderer und Nachahmer. Ein George Clooney wird sicher länger als 5 Minuten vor dem Spiegel verbringen, bevor er sich der Masse zeigt, von einer Lady Gaga ganz zu schweigen.

Narzisstische Menschen gehen aber noch einen Schritt weiter, denn hier ist die Eitelkeit nicht zweckgebunden, sondern sozusagen ein Lebensprinzip. Kein Spiegel, an dem ein Narziss – männlich oder weiblich – vorbei gehen könnte. Eine Schaufensterscheibe tut es auch. Gut, das mag manchmal etwas albern wirken, aber bedenklich ist dies noch nicht.

Der Übergang zum Pathologischen

Wer auf sich und sein Äußeres achtet, auch darauf, wie er auf andere wirkt, liegt erst einmal voll im Trend. Denn fast jeder hat die Ergebnisse von Untersuchungen im Kopf, denen zufolge “schöne” Menschen bei der Jobsuche und bei der Wahl von Partnern eindeutig die besseren Karten haben.
Wer also auf sich achtet, macht erst einmal alles richtig, aber der Schritt zur Egomanie erfolgt in manchen Fällen doch – ohne dass der Betroffene es selbst merken muss.

Die Welt dreht sich um mich

Was einen schönheitsbewussten oder auch eitlen Menschen von einem Egomanen unterscheidet, ist die Neigung des Letzteren, wirklich alle Phänomene auf sich zu beziehen. Und selbst wenn er einmal sozusagen nicht Thema ist, wird er dafür sorgen, dass sich dies schleunigst ändert. Die Chancen, dass andere dabei wahrgenommen werden, sind äußerst gering.

Menschen, die mit einem Egomanen – auch wieder in beiden Varianten vorhanden, männlich und weiblich – zu tun haben, können wählen. Anbeten oder das Weite suchen.