Gesundheitsrisiko Schimmel: So vermeiden Sie Schimmelbildung in Ihrer Wohnung

Schimmel in der Wohnung sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn daraus können sich ernsthafte gesundheitliche Probleme entwickeln. Die Sporen des Schimmelpilzes werden in die Raumluft abgegeben und können bei den Bewohnern des Hauses oder Wohnung zu allergischen Reaktionen führen. Wie Schimmel schon im Voraus vermieden werden kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Schimmel entsteht durch Luftfeuchtigkeit und Wärme

Schimmel entsteht durch Luftfeuchtigkeit und Wärme

Dem Schimmel keine Chance

Der Schimmel an der Wand unterscheidet sich im Grunde nicht vom Pilz im Wald. Beide benötigen bestimmte Voraussetzungen, um heranwachsen zu können. Das sind Feuchtigkeit und Wärme. Während der Waldpilz nur im Herbst bei ausreichend Regen und relativ hohen Temperaturen zu finden ist, bieten viele Wohnungen das ganze Jahr über die Grundlagen für Schimmelpilz.

Um eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung zu vermeiden, sollte regelmässig, mindestens einmal täglich, gelüftet werden. Erlaubt es die Aussentemperatur, so kann das Fenster eine Zeit lang geöffnet werden. Ist es draussen sehr kalt, sollte trotzdem kurz gelüftet werden. Das Stosslüften erfolgt bei abgedrehter Heizung für fünf bis zehn Minuten. Dieser Zeitraum ist in der Regel ausreichend, um die Luftfeuchtigkeit im Raum so zu senken, dass sich kein Schimmel bilden kann.

Hohe Raumtemperaturen fördern Schimmelpilz

Gerade in der Winterzeit werden Wohnungen und Häuser übermässig stark beheizt. Darüber freut sich der Schimmelpilz, der warme Räume liebt. Dabei sind zu warme Räume nicht nur aufgrund des Schimmelpilzes eine Gefahr für die Gesundheit der Bewohner. Der häufige Wechsel von kalter Aussenluft zu warmer Raumluft fördert Erkältungskrankheiten. Deswegen muss niemand in seiner Wohnung frieren. Aber die Absenkung der Raumtemperatur von nur zwei Grad kann das Klima verbessern und es dem Schimmelpilz so ungemütlich machen, dass dieser sich nicht ausbildet. Eine Raumtemperatur von maximal 23 Grad ist völlig ausreichend. Es ist viel besser, wenn denn mal ein Kältegefühl vorhanden ist, sich etwas Wärmendes anzuziehen und vielleicht ein heisses Getränk zu geniessen, als die Heizung bis zum Anschlag aufzudrehen.

Wer sich an diese zwei Punkte hält – regelmässige Lüftung und nicht zu warme Räume – wird mit Schimmelpilz kaum Probleme haben. Allerdings kann sich Schimmelpilz auch aufgrund mangelhafter Bausubstanz bilden. Dann sollte unbedingt ein Fachmann zurate gezogen werden.