IFA 2013: Moderne Hörgeräte mit CE-Technologie

Hörgerät

Eine Hörbehinderung schränkt im Alltag ungemein ein

In den vergangenen Jahren hat sich durch die rasante Entwicklung der Consumer Electronics auch in der Hörtechnologie einiges getan. Es gibt neue signifikante Produkte, die für Träger von Hörgeräten ausserordentlich begrüsst werden. Die weltweit bedeutendste Messe für Consumer Electronics (IFA) 2013 gab wieder interessante Einblicke in das aktuelle Produkt-Portfolio aller Mitglieder des Bundesverbandes der Hörgeräte-Industrie im Rahmen einer Industrieausstellung. Dabei standen Heimvernetzung und Konvergenz im Mittelpunkt für die Besucher. Fernsehschauen und Musikhören – nun schafft es auch der Träger eines Hörgerätes, ohne dass ihn Töne seiner übrigen Angehörigen im Raum stören. Mitunter hört er nun wie ein richtiger Superspion viel besser als jemand, der ein intaktes Gehör hat. Unter Umständen hört der Hörgeräteträger dann sogar besser als jemand mit intaktem Gehör

Hören mit Hightech

Kommuniziert der Mensch mit einer externen Technik, steht nicht nur das klare und deutliche Sprachbild im Vordergrund, sondern die Grundvoraussetzung für kompromissloses Verstehen ist ein gutes Gehör. Damit auch Hörgeräteträger an dem innovativen Trend der Zukunft teilnehmen können, werden die Hörgeräte immer leistungsfähiger. Die neuen Produkte verbessern die Kommunikationsfähigkeit. Dezente Bauweisen und leichte Bedienbarkeit zeichnen sie aus. Die Anbindung an Produkte aus dem Consumer-Umfeld erfolgt über Wireless. Für die Träger der Hightech-Hörgeräte ist das eine enorme Erleichterung. Die Kommunikation wird durch das technologische Verknüpfen mit Alltagsprodukten zum Kinderspiel. Das ist Lebensqualität, auf die lange verzichtet werden musste. Die neuesten Hörgeräte bieten somit einen hohen Mehrwert beim Hören, da durch die hoch entwickelte Technik alles bestens verstanden wird.

CE-Produkte für moderne Hörgeräte

Die drahtlose Kommunikation zwischen Hörgerät und CE-Produkten setzt sich im Alltag durch. Ob Smartphone, Fernsehgerät, Heimkinoanlage oder Computer, fast in allen Lebensbereichen ist eine Vernetzung möglich. War die Rezeption multimedialer Unterhaltungsinhalte in vergangenen Zeiten äusserst problematisch oder gar nicht möglich für Schwerhörige, so besteht nun gegenwärtig die Möglichkeit, mit optimalem Hörsinn am Leben teilzunehmen. Am Beispiel Telefonieren verdeutlicht sich der innovative Fortschritt am besten. In der Vergangenheit trat meist das Problem mit der befürchteten Rückkopplung auf. Der Hörgeräteträger nahm infolgedessen sein Gerät zum Telefonieren aus dem Ohr. Das setzte aber voraus, dass er noch in der Lage war, mit der lautesten Einstellung des Telefonlautsprechers das Gespräch zu verfolgen. Die Übertragung via wireless ermöglicht für alle gängigen Bauformen der Hörgeräte eine Kommunikation, die keinerlei Einstellung am Hörgerät verlangt. Über eine Mini-Fernbedienung kann alles gesteuert werden.

Nur 30 Prozent der Menschen, die Hörgeräte benötigen, tragen auch eines. Der fehlende technische Standard der Vergangenheit ist daran aber nicht schuld. Durch die neue moderne Hörgerätetechnik schwindet die Hemmschwelle, sich zur Schwerhörigkeit zu bekennen. Unwiderlegt bleibt die Tatsache, dass diese Krankheit so lange verdrängt wird, bis eine Kommunikation mit der Umwelt nicht mehr möglich ist oder die Unterhaltungselektronik für diese Gruppe nicht mehr relevant ist. Wer also irgendwann die Vögel beim Waldspaziergang nicht mehr akustisch bemerkt, dem geht doch viel an Lebensqualität verloren. Der Bedarf an moderner Technologie ist da – in Deutschland hört ein Fünftel der adoleszenten und erwachsenen Bevölkerung (alle unter 14 Jahren) unterhalb des Normalrichtwertes von 20 dB(A) nichts mehr.