Immer mehr Bildschirm

Technische Produkte sind für ihre schnellen und oftmals unerwartet bahnbrechenden Erfolge allseits bekannt. In Sachen Handy lassen sich innerhalb der letzten Jahre allerdings besonders rasante Fortschritte feststellen.

Bildschirm

Immer mehr Geräte haben immer größere Bildschirme

Ähnlich wie der Fernseher oder die Handkamera, haben sich schließlich auch die Mobiltelefone in der Vergangenheit stetig weiterentwickelt. Die letzten drei, vier Jahre sind jedoch durch einen besonders rasanten Entwicklungsprozess gekennzeichnet: High-End-Handys, auch Smartphones genannt, haben das Gesicht der Mobilfunkbranche schlagartig verändert und den Handy-Spaß von heute auf ein neues Level gehoben.
Einen besonders auffälligen Entwicklungstrend für den derzeitigen Smartphone-Hype verkörpert jedoch vor allem ein Element: der Bildschirm.

Anfänge und Schwierigkeiten

Touchscreens gelten mittlerweile als absolute Standardausrüstung, waren in den Augen vieler Technikexperten vor fünf Jahren allerdings noch reine Zukunftsmusik. Demnach hat sich für die berührungsempfindliche Oberfläche eines Handybildschirms ein erstaunlicher Wandel ergeben: Konnten erste Bildschirme, die eben nicht gleich mehrere Hundert Euros kosteten, lediglich mit einer recht ungenauen, oftmals sogar fehlerhaften Interpretationsweise der Eingaben dienen, so dürfen heutige Touchscreen-Anzeigen mit erstaunlich feinfühligen Sensoren aufwaten, die selbst millimetergenaue Eingaben ermöglichen.
Doch damit nicht genug: Auf beziehungsweise an einigen Neuheiten der Smartphone-Bewegung lassen sich bereits Displays entdecken, die zum Beispiel eine zusätzliche Gestensteuerung mit sich bringen. So muss der Bildschirm erst gar nicht mehr berührt werden; ein Andeuten der Bewegungen reicht aus, und der Bildschirm interpretiert die Gesten der Finger äußerst präzise in klassische Tipp- und Scrollbefehle um!

Ausblick in die Zukunft

Sicher – feste Aussagen in Bezug auf technische Entwicklungen aufzustellen, fällt insbesondere bei solch vielseitigen Produkten wie Smartphones sehr schwer. Allerdings lassen sich durchaus einige Trends erkennen, die den Bildschirmspaß von morgen schon in absehbarer Zeit revolutionieren könnten.
So scheinen die maximalen Auflösungswerte für Bildschirme mittlerweile erreicht zu sein: 450 ppi beispielsweise stellen den derzeitigen Spitzenwert dar und dürften auch in Zukunft nicht sonderlich ausgebaut werden. Die Helligkeits- und Kontrastwerte bieten bei einigen Modellen jedoch durchaus noch Optimierungsbedarf.

Weniger Bedarf, sondern lediglich eine Möglichkeit der Weiterentwicklung lässt sich zudem beim Blick auf die Displaygrößen der Alleskönner feststellen: Mit angekündigten Bildschirmdiagonalen von 6,3 Zoll wird die „Mega“-Schiene aus der Galaxy-Serie beispielsweise zumindest für einen kurzen Zeitraum die neue Superlative an Bildschirmtechnik verkörpern.

Aktuellen Umfragen zufolge ist bei den meisten Smartphone-Nutzern jedoch bei einer Bildschirmdiagonale von rund 5,3 Zoll Schluss! Kein Wunder; größere Werte machen nämlich nicht nur den Transport des Smartphones, sondern auch die Qualität des Bildschirms weitaus unattraktiver, als es bei den derzeitigen HD- und Super-AMOLED-Anzeigen der Fall ist!

Ob sich die Vorstellungen der diversen Technikriesen auch für die geplanten XXL-Bildschirme erfüllen werden, bleibt also durchaus fraglich.