Internet-Sucht: Das Internet als Droge?

Es gibt viele verschiedene Suchtmittel, die Menschen in ihre Abhängigkeit locken. Alkohol, Zigaretten und Rauschmittel fallen einem dabei als erstes ein. Dass jedoch eines Tages auch das Internet in der Kategorie der Suchtmittel landen würde, hätten wohl die Wenigstens gedacht.

Das Internet als Droge

Das Internet als Droge

Formen, Symptome, Auswirkungen

Allgemein definiert bedeutet der Begriff Internetabhängigkeit eine zwanghafte und übermässige Nutzung des Internets, was schwerwiegende gesundheitliche und soziale Folgen haben kann. Sämtliche Aktivitäten, die das Internet zu bieten hat – z.B. surfen, kommunizieren, Onlinespiele und downloaden – können dabei süchtig machen. Ebenso exzessiv betrieben wird die Sucht nach sexueller Befriedigung via Internet. Sei es via Kontaktaufnahme zu Gleichgesinnten oder die Suche nach pornografischen Materialien im Internet.
Das WorldWideWeb entwickelt sich für den Betroffenen zum zentralen Bestandteil seines Lebens. Wie bei anderen Süchtigen, deren Droge den Tagesablauf bestimmt, führt die Onlinesucht zur Schwächung des finanziellen und sozialen Lebensstandards. Im schlimmsten Fall kann dies zum Verlust von Beziehungen oder der Arbeitsstelle führen. Verpflichtungen des realen Lebens können nicht mehr wahrgenommen werden, der Süchtige driftet von der Aussenwelt immer mehr ab.

Onlinesucht in Deutschland

Die Zahl der Süchtigen steigt und steigt. 2011 belegte eine Studie, dass mehr Bürger dem Internet als dem Glücksspiel verfallen seien. Deutlich mehr als eine halbe Million Deutsche sind süchtig. Vor allem Jugendliche sind davon betroffen. Immerhin 2,4 Prozent im Alter von 14 bis 24 Jahren sollen abhängig sein. Dabei gibt es rein prozentual nur geringe Unterschiede zwischen weiblich oder männlich.

Hilfe für Internetsüchtige

Wie für jeden anderen Abhängigen gibt es auch für Betroffene der Internetsucht kompetente Hilfeleistungen und Beratungen. Erste nützliche Hinweise sowie Ansprechpartner sind auf der Website der Selbsthilfegruppe „Verein Hilfe zur Selbsthilfe für Onlinesüchtige e.V.“ (HSO) zu finden. Neben Hinweisen zur Selbsthilfegruppe findet der Nutzer auch kostenlos bereitgestellte Broschüren und Ratgeber sowie ein eingerichtetes Forum um praktisch eine Art Selbsthilfegruppe im Internet anzubieten.