Kleidungs-Knigge: Dresscodes richtig interpretieren

Wer kennt das nicht? Der angesagteste Club der Stadt steht am Abend auf dem Programm, doch es gibt einen Dresscode.

Kleidungs-Knigge: Dresscodes

Black-Tie, White-Tie: Wie bitte?

Dies ist mit Sicherheit ein typisches Szenario, mit dem jeder schon einmal zu tun hatte. Weit weniger Menschen kennen die Situation, dass auf einer Einladung eine Kleiderordnung vermerkt ist. Was es genau mit Black Tie, White Tie und Casual Friday auf sich hat, lösen wir hier auf.

Black Tie

Für den Herren bedeutet diese Aufforderung, die gerne für Theater- oder Opernpremieren ebenso für Hochzeiten genannt wird: Smoking und Fliege. Der Smoking darf dabei neuerdings auch dunkelblau sein. Die Dame trägt ein langes, gerne schulterfreies Abendkleid.

White Tie

Sehr formal, sehr festlich und damit ausschließlich Frack für den Mann, bodenlanges Abendkleid für die Frau. Dieser Dresscode gilt für Bälle ab 18 Uhr.

Abendgarderobe

Gerne auf Kreuzfahrtschiffen ab der Mittelklasse für das Dinner gefordert und weit weniger kompliziert, denn hier darf der Herr im Anzug mit Krawatte erscheinen, für die Damenwelt genügt ein Cocktailkleid.

Smart Casual

Smart Casual gehört ebenso wie Business Casual, Creative Casual und Business Attire in den Bereich der Dresscodes, die sich mit der Geschäftswelt beschäftigen. Da genau diese je nach Land unterschiedlich gestaltet sind, gibt es auch verschiedene Definitionen davon. Hier in Deutschland kann man bei Business Attire, also Bürokleidung von Kostüm und Anzug mit Krawatte, ausgehen, während bei Smart Casual die Krawatte weggelassen und das Kostüm durch einen Hosenanzug ersetzt werden darf.

Business Casual mag zwar von dem englischen Begriff her nicht geläufig sein, wird aber in sehr vielen Unternehmen gelebt. Hier dürfen – vorausgesetzt, dass kein Kunde in Sichtweite ist – die Anzugjacke sowie die Krawatte abgelegt werden.

Casual Friday

In den 50er-Jahren wurde in Amerika der sogenannte ‚Casual Friday’ eingeführt, um die Mitarbeiter des Unternehmens auf das nahende Wochenende einzustimmen. An diesem Tag war es gestattet, sportlich-legere Kleidung wie beispielsweise Jackett und Hose zu tragen. Selbst eine ordentliche Jeans war akzeptabel. Auch heute noch wird dies weltweit in vielen Firmen praktiziert.