Medikamente als Lernhilfe – was gibt es und hilft es wirklich?

Es klingt verführerisch, man nimmt ein Medikament ein und schon kann man besser lernen. Doch ist was dran?

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Besser lernen mit Medikamenten? Geht das?

Psychostimulanzien

Amphetamine galten schon als Wachmacher bei Kriegseinsätzen. Die Soldaten nahmen diese Psychostimulanzien ein um länger wach bleiben zu können. Heute ist das Mittel der Wahl Ritalin. Es wird Schülern mit ADHS verschreiben als Teil der Therapie. Leider haben alle diese Mittel Nebenwirkungen. Koffein macht ebenfalls wach, ist aber frei verfügbar zum Beispiel in Form von Kaffee oder koffeinhaltigen Getränken, das heißt aber noch lange nicht, dass es auch unschädlich ist. Besonders Kinder leiden bei Konsum schnell unter Vergiftungserscheinungen.

Mittel bei Kindern

Besonders im Wachstum begriffene Kinder sind sehr empfindlich was Medikamente angeht. So sollte man hier eher vorsichtig sein. Die auf Leistung getrimmte Gesellschaft will am liebsten alle auf gute Schulleistungen dopen. Das ist leider nicht möglich. Vielleicht kann man so zeitweise auch noch das letzte aus seinem Kind herausholen, einen Gefallen tut man ihm damit sicher nicht. Über die Langzeitwirkungen dieser Medikamente ist noch zu wenig bekannt. Alle diese Medikamente machen auch abhängig, nicht ohne Grund sind sie verschreibungspflichtig und dürfen nur unter der Aufsicht eines Arztes eingenommen werden.

Mittel bei Studenten

Auch unter Studenten ist das Mittel als Lernhilfe verbreitet. Viele Studenten halten dem Leistungsdruck ohne Hilfe durch Medikamente nicht stand. Wobei lasse diese Mittel nicht helfen beim Lernen. Sie können nur Beruhigen oder wachmachen, je nachdem wo das Problem liegt. Fakt ist, das Lernleistungen auch von Ruhe abhängen, das Gehirn braucht Ruhe um die aufgenommenen Daten zu verarbeiten. Dies geschieht im Schlaf. Der Schlaf wird aber durch Aufputschmittel gestört. So werden die Lernleistungen eher schlechter als besser.

Medikamente zur Leistungssteigerung

Fazit ist, dass Medikamente vielleicht kurzfristig zur Überbrückung eines Leistungstiefs geeignet sind, aber das Lernen bleibt einen ja nicht erspart. Und auf Dauer gesehen ist es besser, wenn man lernt, das Lernen richtig zu organisieren und seinen eigenen Lernrythmus zu finden. Beruhigungsmittel gegen Prüfungsangst können helfen, dass man sich der Prüfungssituation stellen kann, beim Lernen helfen sie nicht, eher im Gegenteil. Entspannungsmethoden sind besser geeignet und ohne Nebenwirkungen.