Patentstreit um Nintendo 3DS

Seijiro Tomita ist ein Entwickler aus Japan, der das System der autostereoskopischen 3D-Inhalte erfunden hat. 2008 wurde diese Technik schon als Patent angemeldet und der ehemalige Sony-Mitarbeiter hat aufgrund der Veröffentlichung des Nintendo 3DS 2011 eine Patentklage gegen Nintendo eingereicht, da das Unternehmen diese verletzt haben soll.

Nitendo

Nitendo sieht sich mit Patentklage konfrontiert

Die erste Spielkonsole ohne 3D-Brille

Der 3DS sorgte 2011 für Aufsehen bei der Presse und auch bei den Spielern, denn einen 3D-Effekt ohne Brille sieht man sonst nur selten, und schon gar nicht bei Games. Der 3DS hat sich seit der Veröffentlichung auch sehr gut abgesetzt und wurde zum neuen Steckenpferd von Nintendo. Doch er wurde nun zu einem schlechten Geschäft für Nintendo. Schon seit 2011 hält sich der Patentstreit mit Tomita, der eine Klage gegen Nintendo eingereicht hatte und für jeden verkauften Nintendo 3DS eine Entschädigung von 9,80 US-Dollar verlangte. Joe Diamante, Tomitas Anwalt, hat erklärt, dass 2003 Tomita sieben Repräsentanten von Nintendo die Technik vorgestellt hatte und einige von diesen an der Entwicklung des 3DS beteiligt waren. Somit war davon auszugehen, dass das Patent verletzt wurde.

Nintendo um 30,2 Millionen US-Dollar ärmer

Auch wenn der Verteidiger von Nintendo darauf plädiert hatte, dass im eigentlichen Sinne keine Komponenten aus Tomitas Technik benutzt worden und mehrere Treffen mit verschiedenen Entwicklern stattgefunden hatten, entschied ein Bundesrichter aus den USA, dass Nintendo Schadensersatz in Höhe von 30,2 Millionen US-Dollar an Tomita zahlen muss. Auch wenn Nintendo einen hohen Verlust mit diesem Urteil zu beklagen hat, schaut das Unternehmen mit einem guten Gewissen in die Zukunft.