Pergola selbst bauen: So funktioniert’s!

Der Begriff Pergola (aus dem Lateinischen) bedeutet Anbau. Mit oder ohne Bedachung ist die stabile Holzkonstruktion für verschiedene Einsätze geeignet: als Sicht-, Regen- und Windschutz, als Schattenspender, als Rank Hilfe für Kletterpflanzen oder mit Deckenkonstruktion als Sitzecker unter Weinlaub.

Pergola

Pergolen können verschiedene Formen annehmen und ihren Garten zieren

Pergolen können verschiedene Formen und Größen annehmen, je nachdem, welcher Standort und wie viel Platz für das Aufstellen der Konstruktion zur Verfügung steht. Die Seiten sind nicht komplett geschlossen. Ähnlich einem Carport kann eine Pergola auch als begrünte Grundstückseinfahrt dienen. Wie man sich selbst eine Pergola baut, verraten wir hier.

Gestaltungsarten und Material einer Pergola

Die Eckpfosten, Querbalken und halbe Pfetten werden als Grundgerüst mit Pergola bezeichnet. Die Verbindungen zwischen den Harthölzern, Seitenverkleidungen als geschlossene Wandfläche oder ein zusätzliches Dach, können individuell gestaltet werden.

Das Material sollte aus kesseldruckimprägniertem Fichten- oder Kiefernholz bestehen. Eine Pergola muss allen Witterungseinflüssen standhalten und kann nicht, wie Gartenmöbel aus Holz, im Winter eingelagert werden.

Der handwerklich geschickte Garten- und Hausbesitzer kann aus den notwendigen Baumaterialien und dem Zubehör selbst eine Pergola aufbauen. Alternativ gibt es im Baumarkt Fertigbausätze aus Holz oder auch aus Metall, die nach Anleitung jeder zusammenbauen kann. Vorteil der Komplettpakete ist, dass die Passgenauigkeit der Einzelteile gegeben ist und die Montage zügig vonstattengehen kann.

Das Fundament für die Pergola

Ob es eine einreihige oder zweireihige Pergola wird: Die Pfosten als Grundträger sollten in verzinkten, rostfreien Trägern fest mit dem Erdboden verankert werden (am besten in Beton einsetzen). Die tragenden Pfostenhalterungen können ebenfalls auf einem Fundament aus Estrich-Beton geschraubt werden. Vor der weiteren Montage muss der Beton einige Tage aushärten.

Die Verbindung der Vierkanthölzer (mindestens 12 Zentimeter Kantenlänge) zu den Pfostenträgern wird mit Sechskantschrauben stabilisiert. Der Pfostenabstand untereinander muss unter 3 Metern betragen, damit sich die Querbalken nicht durchbiegen können.

Die Montage je nach Art der Pergola

Die einfachste Variante ist das Verbinden zweier Pfosten mit einem Querbalken, auf dem im gleichen Abstand kurze oder längere Dachbalken montiert werden. An der offenen, freistehenden Konstruktion entwickeln sich Kletterpflanzen wie Clematis oder Wilder Wein sehr gut.

Zur Überdachung einer Terrasse wird diese Lamellen-Variante an der Hauswand befestigt. Eine Gitter-Dach-Konstruktion entsteht aus Dachbalken und Reiter. Als abschließende Dachplatte kann Material aus Polycarbonat oder Wellblech verwendet werden. Am geeignetsten sind lichtdurchlässige Stegdoppelplatten mit einfachen Klickverbindungen.

Hinweis

Bei einer Pergola mit Dach sollte auf ein ausreichendes Gefälle (etwa drei Prozent) geachtet werden, um Staunässe zu verhindern. Dementsprechend unterschiedlich lang müssen die Kantenhölzer sein.

Mit ein wenig kreativem Geschick, Geduld und den notwendigen Materialien hat man so bald eine eigens gebaute Pergola in seinem Garten stehen.