Reisewarndienst für Menschen mit Allergien

Die MedUni in Wien plant nun einen Reiswarndienst für Allergiker. Die Experten versuchen, mithilfe von Tagebüchern von betroffenen Personen in elf europäischen Ländern eine Belastungskarte für den Pollenflug zu entwerfen.

Reisewarndienst gegen Allergien

Reisewarndienst gegen Allergien

Die Woche der Allergiker

Dieses Vorhaben soll in Zukunft sehr wohl als Reisewarnung dienen. Bereits letzte Woche wurde von Katharina Bastl, einem der Forschungsmitglieder an der MedUni für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, eine Aussendung verfasst, in welcher dezidiert darauf hingewiesen wird, dass der Belastungskalender sehr wohl den Urlaubern im Vorfeld klar machen soll, wie hoch die Pollenbelastung ist. Die ersten Länder, welche vom Belastungskalender profitieren, sind Österreich, Serbien sowie Frankreich. Weitere Länder sollen demnächst folgen.

Das Pollentagebuch als Hilfe für die Experten an der MedUni Wien

Ein Pollentagebuch hilft den Experten bei der Umsetzung des Belastungskalenders. Natürlich sind die unterschiedlichen Pollenbelastungen in der Luft ein Zeichen dafür, dass der Körper umso mehr Belastung aushält, je länger man mit einer hohen Belastung lebt. Während in Serbien eine Pollenbelastung von 37,7 Pollen pro Kubikmeter erst zu Problemen bei den Allergikern führt, sind die Franzosen bereits ab 5,2 Pollen je Kubikmeter schwer angeschlagen. Ein Anpassungseffekt wird nicht ausgeschlossen.

Elf Länder werden analysiert

In Serbien sind die Ragweed-Pollen auf Grund der Dichte sehr stark verbreitet. Das erklärt auch die enorme Pollenbelastung. In Österreich wie Frankreich hingegen ist die Belastung sehr gering. Somit besteht sehr wohl in der serbischen Hochsaison der Pollen eine Reisewarnung für Allergiker aus Frankreich wie Österreich bzw. würde man aus medizinischer Sicht von der Reise abraten.
Weitere Länder wie Schweden, Schweiz, Türkei, Ungarn, Litauen wie Slowenien und Finnland sollen in naher Zukunft folgen. Insgesamt würde der Pollenkalender 29.000 Menschen helfen.