Startmail.com zeigt, wie Diskretion ausehen kann.

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Die Alternative für diskreten E-Mail-Verkehr kommt


Liebe in Zeiten von Prism und Tempora

Immer mehr Menschen stehen ratlos vor dem Problem, dass ihre privaten Daten von Maschinen gelesen und für gesichtslose andere Menschen aufbereitet werden. Dabei, so haben wir in den letzten Wochen gelernt, gibt es keinen Unterschied mehr zwischen kommerziellen Anbietern und Geheimdiensten. Für beide sind Datenschutz und Privatsphäre kein Grundrecht, sondern lästig.

Standortvorteil europäisches Datenschutzrecht

Während Anbieter in den USA immer mehr in Verruf geraten, besinnen sich europäische Firmen darauf, dass das europäische Datenschutzrecht ein Standortvorteil ist. Seit nunmehr 14 Jahren hat sich die Surfboard Holding B.V., Betreiber der Suchmaschinen ixquick.com und startpage.com, auf diesen Vorteil spezialisiert. Getreu dem Motto, dass man nicht herausgeben kann, was man nicht besitzt, werden keine Nutzerdaten gespeichert. Der Datenverkehr zur Suchmaschine wird verschlüsselt und ein Proxy ermöglicht sogar das anonyme Browsen zur Zielseite. Da die Suchmaschine sich derzeit grosser Beliebtheit erfreut, treiben die Macher ein Projekt voran, das schon seit längerem geplant war.

Startmail.com leistet Widerstand

Startmail.com soll das neue Projekt heissen, das gerade in den offenen Beta-Test geht. Viel erfährt man darüber noch nicht, jedoch versichern die Betreiber, dass es die „diskreteste Mailbox der Welt“ werden soll, „zum Preis einer Tasse Kaffee“. Die Server sollen in Europa stehen und damit unter europäischer Jurisdiktion bleiben. Fremdstaaten hätten so keine legale Möglichkeit, auf die Maschinen zuzugreifen. Die Postfächer selbst sollen verschlüsselt werden, wodurch die Daten selbst dann sicher wären, wenn ein Dritter darauf zugreifen könnte.

Zu den Features soll eine integrierte Ende-zu-Ende Verschlüsselung mittels PGP gehören. Noch ist nicht bekannt, wie dies umgesetzt werden soll. Insbesondere gibt es noch keine Informationen, wo die Schlüssel gelagert werden und auf welchen Rechnern die Verschlüsselung stattfinden soll. Es steht zu hoffen, dass dies auf den Rechnern der Benutzer geschieht und der Sourcecode offen gelegt wird.