Virtuelle Realität in der Werbung

Der Film Matrix hat die Möglichkeiten, die den virtuellen Realitäten innewohnen, überdeutlich aufgezeigt. Hier wurde eine ganze Welt virtuell vorgegaukelt, die Menschen wurden zu virtuellen Programmen.

Virtuelle Realität in der Werbung

Virtuelle Realität in der Werbung

So weit ist es in der Realität zwar noch nicht, doch werden die Möglichkeiten, die die virtuelle Realität bietet, gerne genutzt. Besonders die Werbung hat diese Möglichkeiten für sich entdeckt.

Vermischung der Realitäten

Die Erzeugung einer virtuellen Realität benötigt vor allem speziell entwickelte Software. Diese Software muss in der Lage sein, pro Sekunde mindestens 25 Bilder zu erzeugen und darzustellen. Dieser Wert ist allerdings nur ein Minimalwert, die meisten Anwendungen der virtuellen Realität benötigen noch weit mehr Bilder pro Sekunde. In den Neunzigern, zur Zeit von Matrix, war die Rechenleistung für reine virtuelle Realitäten noch nicht ausreichend, dennoch waren die erzeugten virtuellen Realitäten bereits extrem realistisch. Moderne Computersysteme sind bereits stark genug, um fast fotorealistische Bilder zu erstellen, die von ihren realen Gegenstücken kaum zu unterscheiden sind.

Im Gegensatz zu früheren Versuchen, in denen Gegenstände und Bewegungen komplett digital erstellt wurden, werden heute meist tatsächlich existierende Vorlagen genommen und in den PC eingespeist. Dies funktioniert mit einer Mischung aus Aufnahmen und Nachbearbeitungen. Die Vorlagen für die virtuellen Gegenstände und Personen werden aus allen Winkeln gefilmt und gescannt, um ein möglichst gutes Abbild erzeugen zu können. Die Bewegungen werden mit Hilfe von modernen Sensoren genauestens aufgenommen und vom Rechner anschliessend in ein detailgetreues Abbild umgewandelt. Dadurch ist es möglich, komplett realistisch anmutende Objekte zu erstellen, die vom Betrachter nicht von echten unterschieden werden können.

Anwendungen in der Werbebranche

Besonders beliebt ist die Anwendung virtueller Realitäten in Autowerbungen. Hier spielen die künstlich erzeugten Bilder ihre Stärken aus. Dadurch wird es möglich, fast unmögliche Fahrmanöver zu zeigen, ohne einen menschlichen Fahrer in Gefahr zu bringen. Zudem lassen sich auch leicht Veränderungen am Fahrzeug vornehmen, ohne das tatsächlich vorhandene Modell zu beschädigen oder verändern zu müssen.

Auch das so beliebte Einfügen von zusätzlichen Inhalten in eine Werbung geht dank virtueller Realitäten leicht von der Hand. Dank der modernen Technik ist auch der Blue bzw. Green Screen, der früher die einzige Möglichkeit zur Einbindung zusätzlicher Objekte über den Computer war, fast vollkommen verschwunden. Mit moderner Technik lassen sich virtuelle Objekte problemlos in jede Umgebung einfügen.