Was tun bei einer Sonnenallergie?

Wenn endlich die Sonne lacht, zieht es die Menschen ins Freie, ins Schwimmbad, ins Straßencafe oder auf eine sonnige Bank oder Wiese. Denn die Sonne tut dem Körper und der Seele gut. Aber es gibt trotzdem ein paar dicke Wermutstropfen.

Sonnenallergie

Test zufolge ist eine große Anzahl der Europäer betroffen.

Wenn Sonne krank macht

Nach wissenschaftlichen Studien sind 10 bis 15 Prozent aller Mitteleuropäer allergisch gegen Sonnenstrahlen. Schon beim ersten Sonnenbad bilden sich bei vielen dieser Menschen Pusteln und Quaddeln auf der Haut, sie wird rot, juckt und brennt. Polymorphe Lichtdermatose ist der wissenschaftliche Name für diese Sonnenunverträglichkeit. Sie betrifft besonders hellhäutige Menschen und zehnmal häufiger Frauen als Männer. Ob es sich dabei um eine echte Allergie im medizinischen Sinn handelt, ist noch umstritten. Jedenfalls reagiert die Haut unter der Strahlung der Sonne auf bestimmte Substanzen, die sie ohne Sonne anscheinend verträgt. Es gibt auch eine Sonderform der Sonnenallergie, die im Volksmund als “Mallorca-Akne” bezeichnet wird. Bei dieser Form weiß man inzwischen, dass sie auf Bestandteile von Sonnenschutzmitteln, Seifen und Parfüms zurückzuführen ist, die bei intensiver Sonneneinstrahlung auf nicht vorgebräunte Haut zu Unverträglichkeiten führen.

Was tun, um Sonnenallergien zu vermeiden?

Der sicherste Schutz besteht darin, sich nicht der Sonne auszusetzen und in extrem schlimmen Fällen wird der Betroffene tatsächlich die Sonne meiden müssen. Aber es hilft auch schon, sich langsam und Schritt für Schritt an die Sonnenstrahlen zu gewöhnen und fett-und parfümfreie Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor zu verwenden. Noch besser sind Sonnenschutzmittel speziell für Allergiker. Auch das Tragen von Sonnenlicht-undurchlässiger Bekleidung und von Sonnenhüten ist empfehlenswert. Manche Betroffene schwören auf die vorbeugende Einnahme von Beta Carotin und Calcium. In vielen Fällen scheint das tatsächlich gegen Sonnenallergien zu helfen, allerdings müssen entsprechende Präparate regelmäßig und mindestens acht Wochen vor dem ersten Sonnenbad eingenommen werden. Ist die Sonnenallergie bereits ausgebrochen, helfen nur noch Antihistaminika und gegebenenfalls Kortison.